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Es ist zwar kein so ganz rundes Jubiläum, gefeiert werden die 145 Jahre ihres Bestehens von der Freiwilligen Feuerwehr Münsterhausen dennoch – in kleinerem Rahmen, aber mit einem bedeutsamen Hintergrund, gilt es dabei doch, zwei Männern die Ehre zu erweisen, die sich große Verdienste um die 1872 gegründete Wehr erworben haben.

Und so feiert man am Sonntag, 10. September, zunächst ab 8.45 Uhr einen von Mirko Cavar in der Pfarrkirche zelebrierten Gottesdienst im aktiven Beisein des örtlichen Musikvereins. Es folgen – immer noch in der Kirche – einige kurze Ansprachen von Seiten des Vorstands, des Bürgermeisters und der Feuerwehrinspektion des Landkreises. Anschließend werden Georg Miller zum Ehrenvorsitzenden und Udo Drexel zum Ehrenmitglied ernannt. Danach geht es in ei

nem Festzug zum Feuerwehrhaus, wo die gesamte Bevölkerung zu einem Weißwurst-Frühstück eingeladen ist, ehe die Festlichkeiten gegen Mittag ausklingen.

Die Geehrten

Georg Miller, dessen Ehrung zum Ehrenvorsitzenden ansteht, trat der Wehr 1972 bei und stand von November 1984 bis November 1996 an deren Spitze. Als Beisitzer in der Vorstandschaft fungierte Miller dann noch bis 2008. Im Jahr 2012 konnte er für 40-jährigen aktiven Dienst ausgezeichnet werden.

Das künftige Ehrenmitglied Udo Drexel gehört der örtlichen Wehr seit 1970 an. Von November 1984 bis November 2002 bekleidete er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Seine Ehrung für vier Jahrzehnte aktiven Dienst war schon 2010 erfolgt. Ebenso wie Georg Miller erwarb sich auch Drexel (beide sind bis heute voll mit im Geschehen) hohe Verdienste, als es darum ging, 1988 das heutige Feuerwehrhaus Realität werden zu lassen.

Ein Blick zurück

An dieser Stelle sei es erlaubt, ein wenig in der Chronik der nun also seit 145 Jahren bestehenden und seither so wichtigen und oft lebensrettenden „Institution“ zu blättern und die wesentlichsten Daten aufzuzeigen. Ein Großbrand im Anwesen Nummer 119 „beim Böhmle“ und ein damit in Zusammenhang stehender tragischer Unfall führten 1872 zur Gründung der Wehr. Erste Ausrüstungsgegenstände, die auf einem zweirädrigen Handkarren Platz fanden, konnten sogleich angeschafft werden. Anno 1901 erfolgte dann an der Steigstra- ße die Errichtung eines ersten Feuerwehrgerätehauses.

1928 erhielt die Standarte, ein Geschenk der Gemeinde, Gottes Segen, und 1933 erfolgte der Kauf der ersten Motorspritze, die kurz darauf bei einem Brand in Ursberg gleich ihre Bewährungsprobe bestand. 1968 wurde in Münsterhausen ein großes Feuerwehrfest mit Fahnenweihe durch Pfarrer Eugen Vogel gefeiert. 1988 erfolgte als ganz großes „Highlight“ die Segnung des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Jahnstraße 2 mit Schlauch-Trockenturm und Schulungsraum. Nach anderthalbjähriger Bauzeit mit rund 3.000 freiwilligen Arbeitsstunden hatte der Traum vom neuen Heim Gestalt annehmen können. Und 1997 durfte dann das 125-jährige Gründungsjubiläum gefeiert werden. Stark involviert war man in den Folgejahren stets auch in die Organisation und Durchführung der legendären Nachtumzüge im Rahmen des Münsterhauser Faschings, und 2012 konnte – zum 140-jährigen Jubiläum – die restaurierte Vereinsfahne wiedergeweiht werden.

Der Fuhrpark

Im bestens ausgestatteten Fuhrpark der Wehr stehen heute ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) 14/1 von 1999, ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-K) 44/1 von 2005, ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) 41/1 von 1991 sowie ein Anhänger. Aber auch sämtliche übrigen Gerätschaften betreffend ist die Freiwillige Feuerwehr Münsterhausens bestens ausgestattet und somit „up to date“.

Die Mannschaft

Im beschaulichen Mindelort genießt die Feuerwehr unter der Führung ihres Vorsitzenden Wolfgang Seitel einen ausgezeichneten Ruf, was auch vom Marktgemeinderat entsprechend honoriert und anerkannt wird. Und so kann man sich über die personelle Stärke nicht beklagen. Inklusive Damen sind es derzeit rund 50 Aktive, die in der Wehr Dienst tun, und dank der in den letzten Jahren intensivierten Nachwuchswerbung herrscht auch diesbezüglich kein Mangel. Knapp 20 Jugendliche unter 18 Jahren, wobei sich Buben und Mädchen in etwa die Waage halten, bilden einen Garant dafür, dass einem hier um die Zukunft der Wehrfähigkeit nicht bange sein muss.

Quelle: Die Woche