Freiwillige Feuerwehr Münsterhausen

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

Einmal im Jahr findet in Münsterhausen eine Jugendgroßübung der Feuerwehr statt.

Ein Wohnhaus im Ortsteil Häuserhof brennt. Mehrere Personen werden vermisst und das Feuer droht auf die umliegenden Häuser überzugreifen. Was im ersten Moment nach einem verheerenden Großbrand klingt, war zum Glück nur die Ausgangslage bei einer gemeinsamen Jugendgroßübung der Feuerwehren Münsterhausen, Hagenried, Burtenbach, Kemnat, Thannhausen und Krumbach.

Rund um die Brandstätte herrscht reges Treiben. Die Thannhauser Feuerwehr ist mit einer Drehleiter an den Einsatzort geeilt und übernimmt die Rückseite des Hauses. Die angrenzende Garage wird von weiteren Kräften vorne und hinten gelöscht. Da es in Häuserhof keine Hydranten gibt, pumpt ein Trupp Wasser aus einem Teich am Ortseingang hoch an den Hang, an dem das Haus steht. Zusätzlich befinden sich auf dem Gelände noch drei Wassertanks.

Nach einer halben Stunde ist der Brand gelöscht

Immer wieder laufen Gruppen vorbei, die Verletzte auf einer Trage zum Krankenwagen der Kirchheimer Paramedic Ambulanz transportieren. Als der Brand nach einer guten halben Stunde gelöscht ist, sind die Verantwortlichen zufrieden mit der Leistung ihrer 45 Schützlinge. Nach der Übung treffen sich die einzelnen Jugendfeuerwehren vor Ort in ihren Gruppen noch zur Einsatzbesprechung und bauen gemeinsam ab.

Eine Gemeinschaftsübung der Wehren fand bereits zum vierten Mal statt, jedes Jahr einmal und immer in einem anderen Ort. „Das Ziel einer solchen Übung ist es, den Jugendlichen ein möglichst realistisches Szenario zu bieten, damit sie die Problematiken und Abläufe eines Feuerwehreinsatzes kennenlernen“, erklärt Daniel Rotter von der Freiwilligen Feuerwehr Kemnat. Denn im Übungsbetrieb ist doch vieles anders als bei einer Einsatzfahrt.

Bei allem Ernst, den die Jugendlichen an den Tag legen, stehen aber der Spaß und die Kameradschaft im Vordergrund. Diese Kameradschaft wurde im Anschluss im Feuerwehrhaus in Münsterhausen bei einem Grillfest gepflegt. Dabei duellierten sich die Jugendfeuerwehren auch beim jährlich ausgetragenen Kuppelcup. Hier konnten die Jugendlichen ihre Schnelligkeit beim Aufbau einer Saugleitung unter Beweis stellen.

Auch Münsterhausens Bürgermeister Robert Hartinger, selbst bei der Feuerwehr aktiv, wohnte der Übung bei. Gemeinsam mit anderen Aktiven macht er alle zwei Jahre eine Jugendwerbung im Feuerwehrhaus, um den Jugendlichen aus Münsterhausen und Umgebung die Arbeit in der Feuerwehr vorzustellen und einige von ihnen als neue Mitglieder zu gewinnen. So kann die weitere Nachwuchsarbeit gewährleistet werden.

Quelle: Mittelschwaebische Nachrichten